Spielerisch Lesen lernen: Die besten Lesespiele für Kinder
Die besten Lernspiele für Leseanfänger
Lesen lernen ist ein Prozess und dauert seine Zeit. Um spielerisch Buchstaben, Anlaute und Silben zu trainieren, gibt es einfache Kinderspiele, die ihr zwischendurch spielen könnt. Wir stellen euch neben diesen Brettspielen außerdem unsere liebsten Lernspiele vor, die unseren Kindern beim Lesenlernen sehr geholfen haben.
- 📚 10+ Leselernspiele für Buchstaben, Silben und Anlaute
- 🧒 Für Kinder ab 5 Jahren (Vorschule & Grundschule)
- 🎲 Spielerisch lernen – ohne Lernfrust
- 💶 Die meisten Spiele unter 20 Euro
- 📅 Aktualisiert im Juni 2026

Hi, ich bin Claudia.
Als Gründerin des Brettspielfinders teile ich hier meine über 20-jährige Leidenschaft für Brettspiele mit euch. Mit Familie und Freunden spiele ich regelmäßig und teste neue Spiele aus. Auch meine Kinder taten sich mit dem Lesenlernen anfangs schwer. Die vorgestellten Spiele waren für uns eine gute Ergänzung und manchmal auch Ersatz zum täglichen Lesetraining, da die Kids hier kaum bemerkten, wie lange sie das Lesen trainieren.
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✅ Jedes Spiel mind. 3x gespielt
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Warum Lernspiele beim Lesenlernen helfen
Wörter lesen können ist ein echter Meilenstein für euer Kind. Plötzlich wird es beim Frühstück interessant: die Milchetiketten werden versucht zu entziffern oder was alles im Lieblingsmüsli steckt. Doch wenn das Silben lesen zum Drama wird, ist das oft mit Frust verbunden – für euch und euer Kind. Wie schnell ein Kind lesen lernt, hat verschiedene Gründe. An erster Stelle stehen weder Intelligenz noch Fleiß. Manche Kinder brauchen einfach einen anderen (spielerischen) Zugang, und genau da kommen Lernspiele ins Spiel.
Kinder lernen am besten, wenn sie gar nicht merken, dass sie gerade üben. Lesespiele setzen genau da an, wo es gerade hakt – ob beim Buchstaben erkennen, Silben zusammenziehen oder ersten Wörtern erkennen.
Die meisten Leselernspiele sind so konzipiert, dass das Lesen mit zum Spiel gehört, aber nicht im Zentrum steht. So entsteht weniger Druck, schon lesen zu können. Je nachdem, wie weit euer Kind beim Lesenlernen schon ist, findet ihr hier die passenden Spielempfehlungen.
Buchstaben und Anlaute verstehen lernen
Bevor Kinder lesen lernen, müssen sie zunächst das Konzept von Anlauten verstehen, um sie mit Buchstaben in Verbindung zu bringen. Das klingt simpel, ist aber für die meisten Kinder im Vorschulalter eine echte Herausforderung. Deshalb sind Spiele, die Buchstaben und Anlaute spielerisch einführen, ein idealer Einstieg, um Anlaute zuordnen zu können.
Ihr könnt auch zunächst mit Wimmelbildern starten und zu jedem Anlaut Motive suchen. Dieses Prinzip findet ihr zum Beispiel bei ABC-Zauberduell von Haba. Ein kleines Spiel, das euch überall hin begleiten kann.
Wenn eure Kinder erste Buchstaben schon kennen, könnt ihr auch auch Magnetbuchstaben an den Kühlschrank pinnen. So können die Kinder ganz spielerisch Buchstaben entdecken und sich schrittweise damit vertraut machen.
ABC-Insel

Verlag: Ravensburger – Erscheinungsjahr: 2018
Ich kann lesen

Verlag: Noris – Erscheinungsjahr: 2017
ABC Zauberduell

Verlag: Haba – Erscheinungsjahr: 2011
Schubitrix: Anlaute

Verlag: Schubi – Erscheinungsjahr: 2011
Was gehört zusammen?

Verlag: Verlag an der Ruhr – Erscheinungsjahr: 2011
Magnetische Holzbuchstaben

Spiele zum Silben Lesen und Wörter üben
Wenn euer Kind Anlaute und die ersten Buchstaben kennt, kommt der nächste große Schritt: Silben zusammenziehen und erste Wörter lesen. Das ist oft der schwierigste Teil des ganzen Prozesses – und der, bei dem viele Kinder am meisten Geduld brauchen. Je öfter euren Kids Silben in verschiedenen Situationen begegnen, desto leichter fällt es ihnen, sie irgendwann automatisch zusammenzufügen. Die folgenden Spiele sind eine wunderbare Ergänzung zum Lesetraining – sie sorgen für Abwechslung und euer Kind übt das Lesen ganz nebenbei.
tiptoi – Magors Lesezauber

Kategorie: Kinderspiel, Lernspiel – Spielweise: mittel
Verlag: Ravensburger – Erscheinungsjahr: 2011
Lernen Lachen Selbermachen: Wortarten

Verlag: Ravensburger – Erscheinungsjahr: 2018
Die Lese-Ratte

Verlag: Ravensburger – Erscheinungsjahr: 2018
Kro-ko-dil Spiel

Verlag: Piatnik – Erscheinungsjahr: 2017
Buchstabensuppe

Verlag: Schmidt Spiele – Erscheinungsjahr: 2012
Wort für Wort

Verlag: Ravensburger – Erscheinungsjahr: 2017
Spaß am Lesen

Verlag: Noris – Erscheinungsjahr: 2007
Scrabble Junior

Verlag: Mattel – Erscheinungsjahr: 2012
Lesenlernen im Alltag: Unsere Tipps
Lesenlernen muss kein Kampf sein. Betrachtet das Lesenlernen als Marathon, nicht als Sprint – denn er dauert seine Zeit. Ihr müsst dafür keinen festen Lernblock einplanen. Oft reichen schon zehn Minuten zwischendurch – nach dem Frühstück, während ihr auf den Bus wartet oder am Wochenende beim gemütlichen Spielenachmittag. Viele der Spiele hier sind so kompakt, dass ihr sie spontan rausholen könnt, ohne großes Aufbauen. Regelmäßigkeit schlägt dabei Intensität – lieber jeden Tag ein bisschen als einmal die Woche eine Stunde.
Und Lesenlernen passiert nicht nur am Tisch. Nutzt den Alltag – Verpackungen beim Frühstück, Schilder unterwegs, der Buchtitel im Regal. Euer Kind wird irgendwann von selbst anfangen, überall Buchstaben und Wörter zu entdecken. Ermutigt das, ohne Druck zu machen. Wenn euer Kind gerade keine Lust hat, ist das völlig okay – erzwingt es nicht. Ein schlechtes Erlebnis wiegt schwerer als eine ausgelassene Übungseinheit. Kommt einfach ein anderes Mal wieder darauf zurück.
Erst Anlaute hören, dann Buchstaben lernen
Aus Erfahrung können wir sagen, es lohnt sich, jeden Schritt beim Lesenlernen wirklich zu festigen, bevor ihr den nächsten angeht. Kinder, die Buchstaben und Anlaute noch nicht sicher kennen, werden beim Silben lesen eher raten als wirklich lesen – und das macht den ganzen Prozess letztlich länger, nicht kürzer.
Übrigens könnt ihr die meisten Spiele auf dieser Seite flexibler einsetzen, als es die Spielanleitung vermuten lässt und eigene kleine Spiele aus den Spielmaterialien erfinden. Bei Scrabble Junior könnt ihr zum Beispiel einfach erste Wörter zusammenlegen, ganz ohne Wettkampf. Bei Wort für Wort könnt ihr zunächst einfach nur Silben legen und dabei üben, diese zu erkennen. Schaut einfach, was euer Kind gerade braucht – und passt das Spiel daran an.
Noch ein Tipp, der uns selbst sehr geholfen hat: Lieber nur kurz spielen und mit einem Erfolgserlebnis aufhören, als so lange weitermachen bis der Frust kommt. Kinder, die mit einem guten Gefühl aufhören, kommen viel lieber wieder.
Lesenlernen macht Spaß – mit den richtigen Spielen
Leselernspiele sind mehr als reine Lernspiele, bei denen ihr eine bestimmte Fähigkeit trainiert. Natürlich liegt der Fokus je nach Spielprinzip beim Anlaute erkennen, Silben erkennen oder Wörter lesen – aber nebenbei verbringt ihr Zeit miteinander und bietet eurem Kind eine spielerische Alternative zu den Leselernheften aus der Schule.
Seht Leselernspiele nicht als Ersatz, sondern nutzt sie als Ergänzung im Lernprozess. In der Regel lernen die Kids bei diesen Kinderspielen leichter und oft auch länger, als es bei einem Deutschheft der Fall wäre.
Wichtig ist dabei: Zwingt euer Kind nie zum Spielen, denn Lernen funktioniert am besten, wenn es freiwillig passiert. Probiert lieber viele kurze Einheiten zwischendurch als eine lange, bei der der Frust irgendwann größer wird als die Freude am Spiel.
Wechselt die Spiele, erfindet eigene kleine Varianten aus den vorhandenen Materialien und schaut einfach, was euer Kind daraus macht.